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Beim Sommerfest wurde 30-jähriges Jubiläum des Förderverein St. Vinzenz gefeiert

  • Gruppe mit Warnwesten und zwei sitzenden Gästen beim Sommerfest zum 30-jährigen Jubiläum
  • Zwei lächelnde Männer in Elektrokutsche beim Sommerfest des Fördervereins St. Vinzenz
  • Enthüllung einer E-Rikscha beim Sommerfest des Fördervereins St. Vinzenz

Ein wichtiger Bestandteil im Jahresprogramm des Fördervereins St. Vinzenz, Neckarsulm e.V. ist das jährliche Sommerfest. Doch dieses Jahr darf der Verein auf ein besonderes Jubiläum blicken, bereits seit 30 Jahren besteht dieser.

Veränderungen hat es über die Jahre auch hier gegeben - doch Vereinsvorsitzende Hermine Baur-Ihle ist sich sicher, dass die Brücke zwischen den Bewohnern, der Stadtverwaltung, Einrichtungsleitung, Besuchern und Angehörigen durch das Sommerfest jedes Jahr positiv gefördert wird. Viele Kooperationen gibt es zwischen dem Haus und z.B. dem Albert-Schweizer-Gymnasium, den Kitas oder der Musikschule. „Doch während Corona ist dieses Netzwerk größtenteils abgebrochen und musste erst wieder aktiviert werden“, so Baur-Ihle. Auch Einrichtungsleiter Mario Ehmann freut sich über die Unterstützung des Fördervereins. „Durch die Betreuungstabletts, die mit dessen Unterstützung angeschafft wurden, können wir Erinnerungen und Heimatkunde bei den Bewohnern ankurbeln.“ Aber auch andere Aktionen wie der „Herzenswunsch“ zu Weihnachten, Ausflüge, Alpakabesuche oder Zirkusauftritte in der Einrichtung können so realisiert werden. Allerdings müssen immer mehr Aktivitäten in den Räumen der Pflegeeinrichtung stattfinden, da viele Heimbewohner ansonsten überfordert wären. 

Überraschung

Zum 30-jährigen Bestehen gab es eine besondere Überraschung. Zwei Rikschas konnten im Wert von 28.000 € übergeben werden. Die Idee dazu hatte Franz Koroknay. Angehörige von ihm wurden in St. Vinzenz so gut umsorgt, da wollte er etwas an die Einrichtung zurückgeben. „Auf einer Fahrradtour Richtung München habe ich einen jungen Mann mit zwei glücklichen älteren Menschen in einer Rikscha gesehen und dieses Bild ging mir nicht mehr aus dem Kopf“, erzählt Koroknay. Nach einem Gespräch mit der Leitung vor etwa einem Jahr war schnell klar, dass das Projekt in die Tat umgesetzt werden sollte. Es wurden Spender gesucht und so konnten sogar zwei Rikschas Ende 2025 bestellt werden. Die Rikschas sind mit einer absenkbaren Rampe, die den Senioren den Ein- und Ausstieg erleichtert, einem Sicherheitsgurt, einer Bank für zwei Personen und Sonnenschirm ausgestattet. Daneben geben zwei Akkus die nötige Power für die geplanten Ausflüge in die Umgebung. Mittlerweile gibt es auch schon Kaffee- und Weinpartner, die auf den ausgefeilten Routen besucht werden sollen. Bergtouren sind allerdings weniger geeignet, denn eine voll beladene Rikscha wiegt rund 300 kg und sollte mit gemütlichen 12 km/h gefahren werden, um ein erholsames Erlebnis für Fahrgäste zu sein. Insgesamt 22 trainierte Fahrer-/innen stehen momentan zur Verfügung, doch weitere werden gesucht.

Erfolgreicher Nachmittag

JoJo Eble, stv. Vereinsvorsitzender hofft, dass die knapp 180 Mitglieder des Vereins nicht das Ende sind und er vielleicht schon bald 200 Mitglieder verzeichnen kann. Die musikalische Umrahmung der Mühlwiesenmusikanten aus Binswangen, Hausführungen, Medicheck der Sozialstation St. Vinzenz, eine Fotowand mit Rückblicken und natürlich die gute Bewirtung der Cafédamen machten den Nachmittag zu einem erfolgreichen Sommerfest.

Autor:in: H. Mutz